Wissenschaftsjournalisten müssen eine neue Rolle finden

Vom Übersetzer zum kritischen Begleiter - Wissenschaftsjournalismus im Wandel

von Martin Schneider

18.01.2013 | Jahrzehntelang ging es im Wissenschaftsjournalismus vorrangig darum, die Erkenntnisse der Forschung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute können das die meisten Wissenschaftler und ihre Pressestellen selbst sehr gut. Die Hochglanzveröffentlichungen der Kommunikationsabteilungen konkurrieren mit den etablierten populärwissenschaftlichen Zeitschriften, und ihre Pressemitteilungen werden von vielen Zeitungen dankbar, da kostenlos und meist gut geschrieben, abgedruckt. Bloggende Wissenschaftler brechen überdies das bisherige Publikationsmonopol der Journalisten. Die Wissenschaftsjournalisten müssen eine neue Rolle finden. Ein Wandel, der nicht ohne Spannungen abgeht.

Der Nachweis des Higgs-Teilchens am CERN prägte die wissenschaftlichen Schlagzeilen im Frühjahr 2012. Darüber geriet in den Hintergrund, dass die Welt wenige Monate zuvor haarscharf an einer weit sensationelleren wissenschaftlichen Entdeckung vorbeigeschlittert ist. Anfang April 2011 berichteten Forscher des Fermilab in Chicago, sie hätten bei ihren Experimenten am Beschleunigungsring Tevatron nicht bloß ein neues Elementarteilchen, sondern gleich eine neue  Kraft der Natur entdeckt. Die Meldung brachte es immerhin auf Seite 1 der New York Times, wo von der vermeintlich wichtigsten Entdeckung der Physik in den letzten 50 Jahren die Rede war, und als Hauptmeldung auf Spiegel Online.

Eine neue Kraft der Natur? Während das Higgs-Teilchen längst theoretisch vorher gesehen  war, hätte  eine neue Kraft der Natur das Theoriengebäude der Physik tatsächlich gehörig ins Wanken gebracht.  Die derzeit bekannten Kräfte Gravitation, elektromagnetische sowie starke und schwache Wechselwirkung nämlich reichen völlig aus, die Welt hinreichend zu erklären. Zwar gab es in der Geschichte der Physik immer wieder fundamentale Umbrüche;  sie waren aber doch eher selten und kamen nie „out of the blue“.  Bei erfahrenen Wissenschaftsjournalisten regte sich nach den Meldungen aus Chicago daher schnell Skepsis. Sie besannen sich auf eine der journalistischen Grundtugenden: Schau zunächst mal, wer mit einer Meldung  unter Umständen welche Interessen verfolgt.  Tatsächlich brauchte es in diesem Fall kaum investigative Tiefenrecherche, um festzustellen, dass der Tevatron Collider am Fermilab zum Ende des Jahres 2011 geschlossen werden sollte, da die entsprechenden Forschungsaktivitäten bzw. die dafür aufgebrachten Gelder ans CERN wandern sollten; die Vermeldung einer vermeintlichen Weltsensation hätte da ja vielleicht das Ende der traditionsreichen Forschungsstätte hinauszögern können.  Leider kam es nicht so. Tatsächlich zeigte sich wenig später, dass einfach ein paar irreguläre Messergebnisse überinterpretiert wurden und die Physik-Lehrbücher keineswegs umgeschrieben werden müssen. Der Trevatron Collider am Fermilab wurde Ende 2011 wie geplant herunter gefahren – trotz des Versuchs, ihn noch einmal in die Schlagzeilen zu bringen.

Das Fermilab-Beispiel steht für einen relativ neuen Trend in der Wissenschaftskommunikation (hier und im Folgenden gebrauche ich „Wissenschaftskommunikation“ synonym mit „Wissenschafts-PR“, in Abgrenzung von „Wissenschaftsjournalismus“ und nicht, wie mitunter auch üblich, als Oberbegriff von beidem). Während früher Wissenschaftler die Wissenschaftsjournalisten dafür rügten, dass sie zu sehr zuspitzen und vereinfachen, ist es heute mitunter umgekehrt: Wissenschaftsjournalisten müssen immer häufiger die PR-Mitarbeiter wissenschaftlicher Institute und sogar Wissenschaftler selbst „zurückpfeifen“, weil sie Forschungsergebnisse unzulässig übertreiben, um ihre eigene Forschungsstätte in die Schlagzeilen zu bringen. Dergleichen ist man aus den PR-Abteilungen von Firmen und Institutionen wie etwa der NASA schon länger gewöhnt – bei der amerikanischen Raumfahrbehörde etwa kann man seit jeher darauf wetten, dass, wenn mal wieder vermeintliche Spuren von Leben in den Tiefen des Alls entdeckt wurden, gerade Etat-Verhandlungen anstehen. Nun sind es zunehmend auch normale Forschungseinrichtungen, die die Spielregeln zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Medien gelernt haben: Zugespitzte Meldungen erleichtern den Weg in die Schlagzeilen, zu viel Differenzierung ist da hinderlich. Und eine Präsenz in den Medien kann durchaus auch bei den nächsten Etatverhandlungen hilfreich sein

In den vergangenen Jahren hat sich auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation also einiges verändert. Wenn man verstehen will, was da geschehen ist, muss man zunächst einen kurzen Blick zurück werfen. Die ersten „Wissenschaftsjournalisten“ waren meist selbst Wissenschaftler, hatten dabei aber die Gabe, die höchst komplexen Dinge, die sich innerhalb des Elfenbeinturms der Wissenschaft abspielten, mit lockeren und allgemein verständlichen Worten zu erklären. Heinz Haber etwa war einer der bekanntesten Wegbereiter dieses Gebiets. Selbst Physiker, bemühte er sich in seinen Fernsehsendungen und letztlich auch bei der Gründung der Zeitschrift „bild der wissenschaft“ um ein „Public Understanding of Science“, lange bevor es diesen Ausdruck dafür gab. Auch als die ersten bundesweiten Zeitungen ihre Wissenschaftsressorts bekamen, ging es in erster Linie um das Popularisieren dessen, was sich in der Wissenschaft tat. Wissenschaftsjournalisten waren „Übersetzer“, eine Art „Transmissionsriemen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit“, wie es der ehemalige Leiter der Wissenschaftsredaktion der FAZ, Rainer Flöhl, einmal ausdrückte.

Und ein solches Übersetzen war auch bitter nötig. Denn obwohl Wissenschaft und Technik den Alltag immer mehr durchdrangen, hatten es die Wissenschaftler selbst nicht so sehr mit der Öffentlichkeit. Der Umgang mit den Medien, die doch immer nur unzulässig vereinfachten, kostete Zeit und unter Umständen sogar Renommee. Von „Wissenschaft im Dialog“ war man noch weit entfernt. So manche Universität hatte – heute kaum vorstellbar - nicht mal eine richtige Pressestelle – der Referent des Rektors machte den meist eher ungeliebten Job nebenbei mit.

So ehrenvoll die Aufgabe des Übersetzens auch war – die Übersetzer blieben ein Teil des Wissenschaftssystems, also dessen, worüber sie berichteten. Im  Journalismus normalerweise ein absolutes Unding. Wäre es etwa denkbar, dass der Bundesinnenminister das politische Magazin, der Vorstandsvorsitzende eines großen Unternehmens die Wirtschaftssendung im Fernsehen moderiert? Die Wissenschaftsberichterstattung hatte hier eine Sonderrolle. „Journalismus“ im eigentlichen Sinn war sie jedenfalls nicht. Es war wenig zu spüren von den klassischen journalistischen Tugenden wie kritisches Beobachten, Hinterfragen,  Bewerten, oder gar dem Aufdecken verdeckter Interessen. Aufgabe des Journalismus sei, wie Wolf Schneider einmal fast poetisch definierte,  „durch den Dschungel der irdischen Verhältnisse eine Schneise der Information zu schlagen - und den Inhabern der Macht auf die Finger zu sehen“. Zumindest von letzterem war in der Wissenschaftsberichterstattung lange wenig zu spüren.

Diese Sonderrolle war nebenbei bemerkt auch dafür verantwortlich, dass Wissenschaftsjournalisten in den Redaktionen lange randständig blieben; die Kollegen aus den etablierten Ressorts sahen die Wissenschafts-Berichterstatter einfach nicht als wirklich zu ihnen gehörig an.

Wissenschaftsjournalisten, die ihre Rolle vor allem als Übersetzer verstanden, bekamen aber etwa seit dem Ende der 1980er Jahre zunehmend Probleme in ihrem Selbstverständnis – und zwar gleich von mehreren Seiten. So eröffnete das Internet jedermann die Möglichkeit, mit ein paar Mausklicks an Faktenwissen jeglicher Art zu kommen. Bloße Wissensvermittlung an sich war also keine herausragende Aufgabe mehr. Viel entscheidender aber war ein massiver Professionalisierungsschub der Wissenschaftskommunikation. Initiativen wie „Public Understanding of Science and Humanities (PUSH)“ oder auch der vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft finanzierte Communicator Preis trugen dazu bei, dass die Aufgabe der Vermittlung von Forschungsergebnissen auch innerhalb der Wissenschaft immer ernster genommen wurde. Für das bloße Übersetzen dessen, was in der Wissenschaft passierte, brauchte man bald keine Wissenschaftsjournalisten mehr – dies konnten die Pressestellen und zunehmend auch die Wissenschaftler selbst zunehmend besser.  Die Pressemitteilungen der Institute sind heute kaum weniger flott geschrieben als ein Artikel in einer Zeitung, und die Hochglanzpublikationen der Forschungsorganisationen stehen in Aufmachung und Stil so mancher populärwissenschaftlichen Zeitschrift in nichts nach. Und in Zeiten von Web 2.0 publizieren heute viele Wissenschaftler ihre Gedanken in eigenen Blogs. Einen Bedarf nach einem „Transmissionsriemen in die Öffentlichkeit“ verspürt auf Seiten der Wissenschaft kaum noch jemand.

Als wäre dieser Trend an sich nicht schon Herausforderung für das tradierte Selbstverständnis der Wissenschaftsjournalisten genug gewesen, traf sie in fataler Koinzidenz mit einer anderen Entwicklung zusammen. Durch das nachhaltige Abwandern von Kleinanzeigen und Werbebudgets ins Internet geriet das bisherige Geschäftsmodell der Zeitungsverlage ins Wanken, was zu einem existenzbedrohenden Sparzwang in den Redaktionen führte.  Der ließ viele Redaktionen zunehmend nach den gut geschriebenen kostenlosen Pressemitteilungen greifen statt einen Artikel von einem Journalisten schreiben zu lassen.

Viele Auguren sahen in diesen Entwicklungen bereits den beginnenden Untergang des Wissenschaftsjournalismus. Dabei ist es ja, ganz im Gegenteil, offensichtlich, dass der Professionalisierungsschub in Wissenschaftskommunikation und –marketing  einen selbstbewussten, eigenständigen Wissenschaftsjournalismus nur umso wichtiger machte – die einleitend zitierten Beispiele zeigen dies augenfällig. Die vermeintliche Sensationsmeldung aus dem Fermilab ist dabei nur eins von vielen, und nicht einmal ein besonders gravierendes. Immer häufiger werden strategisch bis ins letzte durchgeplante Marketingoffensiven gestartet, um neue Forschungsergebnisse zu präsentieren. Der spektakulärste Fall der letzten Jahre war wohl das Primatenfossil „Ida“. Der norwegische Paläontologe Jörn Hurum gelangte 2006 in den Besitz eines ursprünglich bereits 1983 in der Grube Messel bei Darmstadt gefundenen Fossils, in dem er das lange gesuchte missing link zwischen Mensch und Affe zu erkennen meinte. Normalerweise würde die Untersuchung eines solchen Fundes in die Publikation eines wissenschaftlichen Fachartikels münden, der in einem mehrmonatigen peer review Prozess geprüft wird. Hurum allerdings produzierte mit „National Geographic“ schon vor der Veröffentlichung eine Fernseh-Dokumentation, die ebenso wie ein von ihm geschriebenes populäres Buch zu dem Thema quasi zeitgleich mit der Fachveröffentlichung erschien.  Zur mit großem Aufwand inszenierten Pressekonferenz  wurde der Film über die vermeintliche Weltsensation bereits im amerikanischen History Channel und kurz darauf auch bei BBC und im ZDF („Terra X“) gesendet.

Es waren auch hier kritische Wissenschaftsjournalisten, die anderen Paläoanthropologen Gehör verschafften, die den Fund weit weniger spektakulär bewerteten  – nämlich mitnichten als das  lange gesuchte missing link zwischen Mensch und Affe, sondern als ein Fossil aus einer der vielen ausgestorbenen Nebenlinien in der Evolution des Menschen. Eine Auffassung, die sich heute durchgesetzt hat. Bald deutete sich auch an, warum Hurum derart in die Medienoffensive ging: Die Universität Oslo hatte für das Fossil hohe Summen bezahlt – Beträge von einer Million Euro standen im Raum, die wenn schon nicht refinanziert, dann doch wenigstens durch einen Riesen-Medien-Knall gerechtfertigt werden mussten.   „Wissenschaftsjournalisten brauche ich für das Popularisieren meiner Arbeit nicht“, erklärte Hurum selbstbewusst während der von ihm initiierten Medienoffensive. Was das „Popularisieren“ angeht, mag er recht haben. Tatsächlich zeigt dieser Vorgang ganz im Gegenteil, wie wichtig ein unabhängiger Wissenschaftsjournalismus ist.

Allerdings: ein solcher muss in der sehr viel komplizierter gewordenen Landschaft von Wissenschaftskommunikation, -journalismus, -marketing und –Public Relations auch seinen Platz finden. Es treten durchaus Spannungsverhältnisse zwischen den Beteiligten auf, die es so zuvor auf diesem Gebiet nicht gegeben hat. Bloggende Wissenschaftler, Pressesprecher, Wissenschaftsjournalisten tummeln sich alle mit teils ähnlichen, teils aber auch unterschiedlichen Intentionen auf dem gleichen Feld und sind dabei noch dabei, ihre Rollen zu finden und Routinen für den Umgang miteinander zu entwickeln.

Wissenschaftsjournalisten jedenfalls müssen sich ein neues, zeitgemäßeres Selbstverständnis zulegen, wollen sie in diesem Gefüge ihre Rolle finden und, ja, letztlich „überleben“. Auf dem Weg dorthin ist es für sie zu aller erst wichtig, sich auf die journalistischen Tugenden zu besinnen. Wissenschaftsjournalismus ist zunächst einmal und vor allem Journalismus. Meldungen a la „Die Wissenschaft hat festgestellt“ gehören am Rande zwar auch dazu, sind aber nicht das Kerngeschäft. Dabei heißt Journalismus ja keineswegs, dass er stets verdeckte Interessen und Skandale aufklären und den Gegenstand seiner Betrachtung kritisieren muss. „Kritische Begleitung“ heißt,  die steigende Flut oft interessegeleiteter Information einzuordnen, zu bewerten, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und natürlich, wenn nötig auch kritisch zu kommentieren, Übertreibungen gerade zu rücken und immer häufiger auch Fehlverhalten aufzudecken. Bei allem schwingt natürlich auch stets die „alte“ Aufgabe mit, Sachverhalte korrekt zu erklären. „Durch den Dschungel der irdischen Verhältnisse eine Schneise der Information schlagen - und den Inhabern der Macht auf die Finger sehen“, um nochmals Wolf Schneider zu zitieren. Sich in diesem Sinne zu definieren ist auch Voraussetzung, in den Redaktionen journalistisch ernstgenommen zu werden – was letztlich ihren Bestand sichert. Auch den Chefredakteuren muss klar sein, dass Wissenschaftsjournalisten eben kein „Transmissionsriemen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit“ mehr sind.

Diese Differenzierung des Selbstverständnisses erfordert selbstredend auch eine gewisse Neubestimmung des Verhältnisses von Wissenschaftsjournalisten und den Mitarbeitern der Pressestellen (die wiederum das Verhältnis zu „ihren“ bloggenden Wissenschaftlern klären müssen – aber das ist eine andere Baustelle). Dabei sollten beide Seiten durchaus nicht die gemeinsamen Interessen, die sie haben, vergessen. Auch Wissenschaftsjournalisten sind grundsätzlich der Überzeugung, dass Wissenschaft und Forschung für unsere Gesellschaft wichtig sind. Beide Seiten wollen, dass mehr und vor allem fundiert und sachlich korrekt über Wissenschaft berichtet wird.  Wissenschaft und Technik prägen unseren Alltag immer mehr; sie gehören daher auf die Agenda der Medien, nicht nur in das Ghetto des Wissenschafts-Ressorts, sondern auch in die News. Während bei den Kommunikatoren der Akzeptanzgedanke im Vordergrund stehen dürfte, wollen Journalisten durch ihre Berichterstattung den ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Informationen und Argumente zu liefern, damit sie sich selbst ein Urteil über die Wichtigkeit und Bedeutung von Forschungsprojekten erlauben können.

Völlig abwegig sind  „Feindbilder“ der Art: Wissenschaftskommunikation ist „schlecht“, Journalismus ist „gut“ oder umgekehrt. Journalisten und Kommunikatoren brauchen einander. Wissenschaftsjournalisten zeichnen sich vor ihren „normalen“ Kollegen ja gerade dadurch aus, dass sie über exklusive und tiefere Einblicke und Kontakte in die Forschungslandschaft verfügen. Das wiederum versetzt sie in die Lage, neue Entwicklungen schneller und fundierter beurteilen zu können. Und die Kommunikatoren dürften wissen, dass ein unabhängiger, qualitativ hochwertiger Journalismus letztlich die nachhaltigsten Erfolge haben wird, wenn es um eine Akzeptanz der Wissenschaft in der Gesellschaft geht.

Daher müssen beide Seiten nicht nur miteinander reden, sie dürfen und sollen auch mal ein  Bier miteinander trinken,  und sie dürfen dabei auch am selben Tresen sitzen. Sie müssen sich nur bewusst sein, dass sie eben auf verschiedenen Seiten dieses Tresens sitzen. Sind diese Rollen profiliert und geklärt, steht einem entspannten Verhältnis nichts im Wege. So wie dies übrigens in den anderen journalistischen Ressorts seit langem mehr oder weniger eingespielt ist.

Die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V (WPK) will nicht nur das Profil des Wissenschaftsjournalismus schärfen helfen, in dem sie für ihre Mitglieder Workshops in journalistischen skills anbietet. Sie will auch einen Raum für Begegnungen zu schaffen, in dem sich die unterschiedlichen Rollenbilder von Journalisten und Kommunikatoren auf der Basis gegenseitigen Vertrauens weiter profilieren können. Die Mitglieder der WPK sind Journalisten, aber es gibt einen Freundeskreis aus Mitarbeiter von Pressestellen, wodurch es auf gemeinsamen Veranstaltungen immer wieder zu fruchtbarem Austausch kommt. Überdies wird der Verein getragen von einem Kuratorium, in dem alle deutschen Forschungsinstitutionen vertreten sind. Mit dieser Konstruktion hat die WPK 25 Jahre lang die Entwicklung des Wissenschaftsjournalismus begleitet – und sieht sich gut gerüstet, auch die derzeitige Profilierung der verschiedenen „Spieler“ auf diesem Gebiet zu unterstützen.

Der Autor ist Vorsitzender der Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. (WPK)