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Taugt Wahrscheinlickeitsrechnung für einen Thriller? Ja - jedenfalls bei diesem Buch von
Adam Fawer. Es ist erschienen im Kindler Verlag, kostet 19.90 Euro.
ISBN 3-463-40476-1
David Caine ist ein brillanter Mathematiker - ein Ass, wenn es darum geht, blitzschnell Wahrscheinlichkeiten auszurechnen. Weil aber auch das Unwahrscheinlichste eintreffen kann, begeht der an Epilepsie leidende Wissenschaftler eines Abends beim Pokerspiel in einem Club der russischen Mafia einen fatalen Fehler. Kurz vor einem epileptischen Anfall verkalkuliert er sich, riskiert alles für sein Blatt und - verliert. Jetzt hat er die Russenmafia am Hals, aber das soll schon bald sein kleinstes Problem sein. Ein paar Straßen weiter bekommt eine CIA-Killerin Schwierigkeiten mit dem nordkoreanischen Geheimdienst, an einer Universität unternimmt ein Professor gefährliche Experimente an seiner Geliebten, der korrupte Chef der National Security Agency weiß, daß er seinen Posten bald verlieren wird und sucht in den Spionageunterlagen seiner Behörde nach lohnenswerten Projekten - und ein kleines, todkrankes Mädchen namens Elizabeth wartet im Krankenhaus darauf, daß sich doch noch ein Rückenmarksspender findet. Was das alles miteinander zu tun hat? Es ist der Stoff, aus dem ein in temporeicher Szenenfolge geschriebener Wissenschaftsthriller gemacht worden ist, der neben einer spannenden Agentengeschichte alles vereint, was man auf einer Cocktailparty über Wahrscheinlichkeitsrechnung, Quantenphysik und Paralleluniversen wissen sollte. Absolut lesenswert, auch wenn die Geschichte Hirnforschung wohl eher aus dem Labor Frankenstein kommt. |