Aus wissenschaftlicher Sicht kann man Thilo Sarrazin eigentlich keinen Vorwurf machen. Er hat als Laie nur das weitergegeben, was manche sogenannten Experten vorher behauptet haben. Bleibt die Frage: Wieso fördern die selbsternannten Experten immer noch eugenisches Gedankengut?
Verwundbare Quanten-Kryptographie: Clevere Hacker aus Deutschland und Norwegen knacken einen vermeintlich sicheren Quantencode und zeigen damit zwei kommerziellen Systemen ihre technischen Schwächen auf.
Im Namen der Volksgesundheit werden die Stimmen lauter, vorbeugende Medikamente etwa gegen Krebs an Gesunde auszugeben. Diese Art der Prävention muss jedoch hohen Anforderungen genügen.
Nicht nur für Frauen, auch für Männer tickt die biologische Uhr: Schon ab 30 nimmt die Gefahr für Erbschäden zu und die Zeugungskraft lässt nach. Doch die späte Elternschaft ist keine Ausnahme.
Dass Intelligenz nicht vom Himmel fällt, hat die Debatte um Thilo Sarrazins Thesen gezeigt. Aber wo kommt sie dann her? Fest steht: Ein spezifisches Juden-Gen gibt es nicht. Genauso wenig wie ein Deutschen- oder ein Türken-Gen.
Geologisch junge Gesteine in Grönland und im Norden Kanadas enthalten Lava mit einer chemischen Zusammensetzung, wie sie für die Jugendzeit der Erde typisch ist.
Obwohl Deutschland der größte Beitragszahler ist, waren es andere Länder, die sich gegen den Budgetentwurf des Teilchenbeschleunigers LHC stellten: England etwa und die Länder Südeuropas müssen derzeit massiv sparen, und das bekommt Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer zu spüren.
Ist die Umwelt tatsächlich stärker als die familiäre Genidentität? Forscher fanden heraus, dass die genetische Verwandtschaft vermutlich nur in einigen Fällen als die entscheidende Triebkraft der Sozialisation in Frage kommt.
Amerikanische Astronauten in Vintage-Ästhetik: Die Nasa will ihr umfangreiches historisches Bildmaterial einem breiteren Publikum schmackhaft machen. Die ersten Archivbilder sind nun auf Flickr zu finden.
Die Gedankenwelt palästinensischer Intellektueller aus Israel wurde von der Forschung lange kaum beachtet. Das jüdisch dominierte akademische Establishment hat ihr Wirken jahrzehntelang ignoriert, und sie selbst konnten sich in der hebräischsprachigen Öffentlichkeit im Land kaum Gehör verschaffen.
Um das Nachleben von Georg Lukács steht es merkwürdig. Eigentlich müsste sein Stern mit dem Ende des Marxismus als geltender Lehre der linken Intelligenz ins Bodenlose gefallen sein. Auch sind der ästhetische Klassizismus, die Verwerfung der literarischen Moderne, die das Werk von Lukács prägten, kaum mehr einleuchtend zu machen.
Das Drama um die drei verstorbenen Frühgeborenen in der Mainzer Universitätsklinik enthüllt die Systemfehler einer von Personalnot und Sparzwängen ausgezehrten Medizin.
Über Jahre litt Tim Parks, der Schriftsteller, an mysteriösen, schwer erträglichen Schmerzen. Er besiegte sie, indem er sich alternativen Heilmethoden öffnete. Parks ist überzeugt: Die meisten Krankheiten ?sind eng mit der Art und Weise verbunden, wie wir heute leben?.
Ein Wissenschaftler meint beweisen zu können, dass der berühmte Gletschermann Ötzi an seinem Fundort bestattet wurde. Doch in Bozen sind sich Fachleute sicher: Ötzi starb schnell und wohl allein im Frühling oder Frühsommer hoch in den Bergen.
Guangzhou, Nanjing, Hefei, Shanghai
17. - 28. September 2010
WPK goes East. Nach Sibirien 2009 geht es in diesem Jahr noch ein wenig weiter gen Osten: China. Ziel der Reise ist es, ein besseres Verständnis der chinesischen Forschungs- und Hochschullandschaft zu gewinnen, schwerpunktmäßig in den Bereichen Energie, Umwelt, Klima sowie Urbanisierung und Medizin.
Die
„Wissenschafts-Pressekonferenz e.V." wird künftig unter dem Claim „WPK - Die Wissenschaftsjournalisten"
auftreten. Nach Beschluss der
diesjährigen Mitgliederversammlung soll dies das Selbstverständnis der WPK als
Berufsverband der Wissenschaftsjournalisten unterstreichen.
In
Zeiten immer professionellerer Öffentlichkeitsarbeit wissenschaftlicher
Institutionen wird die journalistisch-kritische Auseinandersetzung mit
wissenschaftlichen Themen, die über ein bloßes Popularisieren von
Forschungsergebnissen hinausgeht, immer wichtiger. Die WPK trägt dem seit langem
mit ihren Aktivitäten Rechnung. Statt der früher üblichen Pressekonferenzen
stehen heute Fortbildungen im journalistischen Handwerkszeug,
Hintergrundgespräche und Recherchereisen zu wichtigen Forschungszentren im
Vordergrund. Der neue Claim soll auch diesem WandelRechnung tragen.
!wird auf einen anderen Termin verschoben!
Seit Tagen recherchiert, die Geschichte ist im Kopf, jetzt muss sie nur
noch aufgeschrieben werden. Die Redaktion wartet. Doch das Papier bleibt weiß,
der Monitor leer, der Cursor blinkt penetrant an ein und derselben Stelle.
Natürlich möchten wir Journalisten möglichst kreativ (be)schreiben und mit
tollen Texten glänzen. Unter diesem Zeit- und Leistungsdruck bilden sich aber
mitunter Schreibblockaden. Dann geht erst mal gar nichts mehr. Im WPK-Workshop „Kreatives Schreiben" lernen Sie solche Blockaden abzubauen und
Kreativität durch verschiedene Methoden (Clustering, Mindmapping, Bisoziation
etc.) planbar zu machen. Dann kommt der „Flow" irgendwann von ganz alleine.
Bremen
8. bis 10. November 2010 Das Programm der WissensWerte steht fest und ist unter http://bit.ly/crVrt0 abrufbar.
Die WPK-Session "Die Wissenschaft hat festgestellt.....50 Jahre Wissenschaft im Fernsehen - Forschungsberichterstattung, Comedy oder Journalismus?" findet am Montag, 8. November, von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt.