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Ziele und Aktivitäten der Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. Drucken
Ein Verband aktiver, kompetenter, kritischer Wissenschaftsjournalisten aus Print, Hörfunk, TV, unabhängig und am "Puls der Zeit". Was tut sich in der Forschung? Wo führen neue Entwicklungen hin? Welche Bedeutung haben sie? Was sind die Konsequenzen? Fragen, denen die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. in ihren Veranstaltungen nachgeht. Die WPK mischt sich darüber hinaus auch in aktuelle, brisante Diskussionen ein: Was ist die Botschaft hinter der Botschaft? Welche Zusammenhänge hinter den Schlagzeilen gilt es zu beleuchten? Was ist dran an den Argumente dafür - und dagegen? Welche Interessen sind involviert? Welche Weichen werden gestellt?

Die WPK setzt dazu auf die Organisation eigener Veranstaltungen und auf die eigene, unabhängige Auswahl kompetenter Experten. Eingeladene Wissenschaftler sind führend in ihrem Fachgebiet. Gilt es, gegensätzliche Auffassungen zu beleuchten, sind die ausgewählten Experten herausragende Repräsentanten der verschiedenen Positionen. Verlangt ein Thema, Bewertungen und Weichenstellungen zu hinterfragen, werden die dafür Verantwortlichen sowie diejenigen mit der entsprechenden Fachkompetenz aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geladen.

Die wesentliche Aufgabe der WPK besteht daher darin, die für den Informationsaustausch geeigneten Veranstaltungen zu organisieren. Je nach Anlass und Ziel der Veranstaltung bietet die WPK folgendes an:

- Wissenschafts-Pressekonferenzen:
Seit Gründung der WPK vor nunmehr 20 Jahren fanden mehr als 500 Wissenschafts-Pressekonferenzen statt, bei denen sich insgesamt etwa 1700 Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsvertreter den Fragen der Journalistinnen und Journalisten stellten.
- Streitgespräche
- Hintergrundgespräche
Sie dienen dem Informations- und Meinungsaustausch mit herausragenden Persönlichkeiten, aber auch der Diskussion brisanter Entwicklungen, die u.U. noch nicht reif für eine Veröffentlichung sind. Damit Wissenschaftsjournalisten frühzeitig wissen, was wichtig wird.
- WPK "vor Ort"
Gelegentlich werden Pressekonferenzen verbunden mit Demonstrationen z.B. von besonderen Forschungseinrichtungen vor Ort.
- Informationsreisen
Reisen führten die WPK-Mitglieder bisher in verschiedene Forschungszentren Deutschlands, aber auch in Nachbarländer (Finnland, Frankreich, Italien oder Polen), sowie auf andere Kontinente (China, Brasilien, Chile, Australien).

Glaubt man den Ergebnissen neuerer Studien, so gewinnt der Wissenschaftsjournalismus noch immer an Bedeutung. Einerseits wachsen die Erwartungen, andererseits stehen Journalistinnen und Journalisten unter immer größerem Effizienz-Druck. Die Komplexität der Themen, ihre Karrieren, ihre Quervernetzung in alle Bereiche der modernen Wissensgesellschaft stellen eine wachsende Schar von Wissenschaftsjournalisten heute vor immense Herausforderungen, wenn sie verantwortungsvoll, sachgerecht und unabhängig berichten sollen. Daher strebt die WPK an, das Angebot für ihre Mitglieder zu erweitern:
- Workshops
Sie sollen Hintergründe und Recherchehilfen zu komplexen Fachgebieten liefern, von denen Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit profitieren.
- Die Website (www.wpk.org). Die WPK baut derzeit eine moderne Kommunikationsplattform auf, um allen das "Networking" in schwierigen Zeiten noch leichter zu machen.

Die WPK ist mit etwa 200 Mitgliedern ein bundesweit aktiver Verein. Veranstaltungen finden zur Zeit in Bonn, Köln, Berlin, Hamburg und München statt. Doch die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. hat noch mehr zu bieten: Zusammen mit etwa 60 Mitgliedern im Freundeskreis und 30 Kuratoren ist über Jahre ein "Netzwerk des Wissenschaftsjournalismus" gewachsen, das sowohl für erfahrene Kolleginnen und Kollegen, als insbesondere auch für Berufseinsteiger viele hilfreiche Kontakt- und Informationsmöglichkeiten eröffnet.

Die Gründung der WPK

Die Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. ist eine unabhängige Institution und gründet sich auf eine Initiative von Journalisten aus Bereichen der Geistes- und Naturwissenschaften, der Politik und der Wirtschaft. Die Mitglieder sind hauptberuflich berichterstattende Journalisten aller wissenschaftlichen Fachrichtungen, die regelmäßig zu Themen aus Wissenschaft, Medizin, Technik, Wissenschafts- und Forschungspolitik publizieren.

Wie alles begann: Das Entscheidungsjahr 1986

Im April explodiert ein Atomreaktor in Tschernobyl. Wolken, deren radioaktiver Fall-out ganze Landstriche verseucht, ziehen auch über Deutschland.
Im November brennt bei der Firma Sandoz in Basel ein Lager für Agro-Chemikalien. Das Löschwasser spült das Gift in den Rhein, tötet Millionen Fische und gefährdet die Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen.

Zwei ganz unterschiedliche Ereignisse - und doch eine Gemeinsamkeit: Die Öffentlichkeit erfährt die Wahrheit nur scheibchenweise. Ganz anders die Berichterstattung in der "Hoch-Zeit" der AIDS-Diskussion. Hier tobt die öffentliche Debatte, auch in den Medien. Aber wie gefährlich ist die rätselhafte Krankheit wirklich? Wie hoch ist das Infektionsrisiko für den Einzelnen? Was ist Panikmache und welche Gefahr liegt in der Verharmlosung?
Drei Beispiele für Themen, die 1986 monatelang die Berichterstattung in den Medien bestimmten. Und doch: Oftmals blieb ein unsicheres Gefühl. War das jetzt die ganze Wahrheit? Sind das nun alle Argumente, die man für ein sicheres Urteil braucht? Oder ist Manipulation im Spiel? In dieser Stimmung finden sich engagierte Wissenschaftsjournalisten zusammen. Es ist ihnen ein zentrales Anliegen, auch über komplizierte Zusammenhänge aufzuklären, Leser, Hörer, Zuschauer in die Lage zu versetzen, sich ein möglichst vollständiges Bild zu machen, sich ein kompetentes Urteil bilden zu können. Im Oktober 1986 gründen sie die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) e.V.. Die Initiatoren haben in die Präambel geschrieben:

"Die Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) e.V. hat den Zweck, die Begegnung, das Verständnis und den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit zu fördern. Sie will durch ihre Tätigkeit zu einer verantwortungsvollen, sachgerechten und unabhängigen Berichterstattung aus dem gesamten Bereich der Wissenschaft, der Medizin und der Technik in allen publizistischen Medien beitragen."

Mitglieder und Freunde

Als Mitglieder können in die WPK nur hauptberuflich berichterstattende Journalisten aller wissenschaftlichen Fachrichtungen aufgenommen werden, die regelmäßig zu natur- und geisteswissenschaftlichen oder technischen Themen, sowie Forschungs- und Bildungspolitik publizieren.
Repräsentanten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie aus Pressestellen von Universitäten, Institutionen und Unternehmen können Mitglieder des Freundeskreises der WPK werden. Die Förderer der WPK im Freundeskreis erhalten die gleichen Leistungen wie die WPK-Mitglieder, sie haben aber kein Stimmrecht auf Mitgliederversammlungen.

Kuratorium zur Förderung der Wissenschafts-Pressekonferenz e.V., WPK

Seit Januar 1990 unterstützt das Kuratorium zur Förderung der Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. die Arbeit der WPK. Mitglieder des Kuratoriums sind namhafte Persönlichkeiten relevanter Wissenschaftsorganisationen und -institutionen. In der Präambel der Satzung des Kuratoriums heißt es: "In einer Zeit, in der Wissenschaft und Technik die Welt von heute und morgen in zunehmendem Maße bestimmen, gehört die Vermittlung zwischen der Wissenschaft und einer breiten Öffentlichkeit zu den wichtigsten Aufgaben journalistischer Tätigkeit. Diese im Sinne der Präambel der Satzung der Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. zu fördern, ist Sinn und Zweck des Kuratoriums zur Förderung der WPK Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.. Durch das Kuratorium soll ein Dialog zwischen Wissenschaft und Politik ermöglicht und gefördert werden."




 

Aktuelles

WPK-Workshop "Online-Recherche"
Berlin
4. September 2010, 10-15 Uhr
Professionelle Recherche im Internet bedeutet mehr, als ein Suchwort bei Google einzutippen oder einen Blick in die Wikipedia zu werfen. Erfolgreiche Online-Recherche nimmt oft einen Umweg: Zunächst wird überlegt, wer wohl die Antwort wissen könnte - und ob es vielleicht ein spezielles Suchwerkzeug genau für diese Frage gibt.
Online-Recherche umfasst dabei mittlerweile so unterschiedliche Ansätze, Methoden und Werkzeuge, dass sie strukturiert werden muss, um schneller zu besseren Ergebnissen zu kommen.
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WPK unterwegs: Recherche-Reise nach China

Guangzhou, Nanjing, Hefei, Shanghai
17. - 28. September 2010

WPK goes East. Nach Sibirien 2009 geht es in diesem Jahr noch ein wenig weiter gen Osten: China. Ziel der Reise ist es, ein besseres Verständnis der chinesischen Forschungs- und Hochschullandschaft zu gewinnen, schwerpunktmäßig in den Bereichen Energie, Umwelt, Klima sowie Urbanisierung und Medizin.

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WPK mit neuem Claim

Die „Wissenschafts-Pressekonferenz e.V." wird künftig unter dem Claim „WPK - Die Wissenschaftsjournalisten"  auftreten. Nach Beschluss der diesjährigen Mitgliederversammlung soll dies das Selbstverständnis der WPK als Berufsverband der Wissenschaftsjournalisten unterstreichen.

In Zeiten immer professionellerer Öffentlichkeitsarbeit wissenschaftlicher Institutionen wird die journalistisch-kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Themen, die über ein bloßes Popularisieren von Forschungsergebnissen hinausgeht, immer wichtiger. Die WPK trägt dem seit langem mit ihren Aktivitäten Rechnung. Statt der früher üblichen Pressekonferenzen stehen heute Fortbildungen im journalistischen Handwerkszeug, Hintergrundgespräche und Recherchereisen zu wichtigen Forschungszentren im Vordergrund. Der neue Claim soll auch diesem Wandel Rechnung tragen.

 
WPK-Workshop "Kreatives Schreiben"
!wird auf einen anderen Termin verschoben!
Seit Tagen recherchiert, die Geschichte ist im Kopf, jetzt muss sie nur noch aufgeschrieben werden. Die Redaktion wartet. Doch das Papier bleibt weiß, der Monitor leer, der Cursor blinkt penetrant an ein und derselben Stelle. Natürlich möchten wir Journalisten möglichst kreativ (be)schreiben und mit tollen Texten glänzen. Unter diesem Zeit- und Leistungsdruck bilden sich aber mitunter Schreibblockaden. Dann geht erst mal gar nichts mehr. Im WPK-Workshop „Kreatives Schreiben" lernen Sie solche Blockaden abzubauen und Kreativität durch verschiedene Methoden (Clustering, Mindmapping, Bisoziation etc.) planbar zu machen. Dann kommt der „Flow" irgendwann von ganz alleine.

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WissensWerte 2010 in Bremen
Bremen
8. bis 10. November 2010
Das Programm der WissensWerte steht fest und ist unter http://bit.ly/crVrt0 abrufbar.
Die WPK-Session "Die Wissenschaft hat festgestellt.....50 Jahre Wissenschaft im Fernsehen - Forschungsberichterstattung, Comedy oder Journalismus?" findet am Montag, 8. November, von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt.